Kiesabbau

Kiesabbau zwischen Martinsried und Gräfelfing

Das Gräfelfinger Kiesabbauunternehmen Glück beruft sich auf eine Genehmigung aus 1960 und will auf Gräfelfinger Flur, aber ganz nah am Martinsrieder Gewerbegebiet jetzt plötzlich eine noch nicht ausgekieste Fläche ausbeuten. Wir waren darob sehr verwundert, mussten aber zur Kenntnis nehmen, dass es dem Unternehmen nicht nur tatsächlich ernst ist damit, sondern dass es keine Handhabe gibt, das zu verweigern. Dies ist dem Gemeinderat in nichtöffentlicher und öffentlicher Sitzung eindringlich von beratenden Rechtsanwälten erläutert worden. Ein striktes Nein seitens des Planegger Gemeinderats hätte bestenfalls eine Verzögerung der Maßnahme bewirkt, aber keine Kontrolle über Auflagen. Aus leidvoller Erfahrung mit solchen Auflagen, vor allem Fristsetzungen zum Abschluss der Kiesausbeute und dem Verfüllgut, stimmten wir schließlich mit der Gemeinderatsmehrheit für eine Alternative zur Schadensminimierung: Es wird ein Vertrag zwischen dem Unternehmen und der Gemeinde geschlossen, der bei Verletzung der dort vereinbarten Auflagen hohe Strafen vorsieht, die die Gemeinde einklagen kann. Damit ist wenigstens sichergestellt, dass nicht nur ein engerer Zeitrahmen (6 Jahre) einzuhalten ist sondern auch das Überwachungs- und Klagerecht bei der Gemeinde liegen. Die ebenfalls vereinbarte Bürgerinformation ist natürlich eher lächerlich, weil es keine weitere Einflussmöglichkeit gibt. Wir meinen, dass dieser Beschluss die einzig verantwortliche Vorgehensweise war.

Der neue Ortsverband der Bündnis90/Die Grünen hat nun eine Petition angestrengt, gegen diesen Kiesabbau vorzugehen. Diese Aktion ist in keiner Weise mit der Gruppe 21 abgesprochen, Es mag ja noch angehen, über eine Petition Einfluss auf die Genehmigungsbehörden nehmen zu wollen, allerdings ist eine der im entsprechenden Bericht des "Hallo Würmtal" angeführten Begründungen unseren Intentionen absolut zuwiderlaufend: "Der Kiesbauer zerstöre nicht nur wertvolle Naherholungsräume im Würmtal, erklären die Sprecherinnen Judith Grimme und Sabine Haugg. "Wo die auskiesen kann man später auch nicht mehr bauen. Dabei brauchen wir so dringend Wohnraum."". Da es sich um Regionalen Grünzug und Trenngrün handelt, sollte man da nicht nur nicht auskiesen, sondern DARF vor allem keine Wohnungen darauf bauen. Wir distanzieren uns ganz ausdrücklich von dieser unsinnigen und UNGRÜNEN Argumentation!