Vorgeschichte:
Seit 1990 gibt es eine Grünen-Fraktion in Planegg. Mit 2 Sitzen im Gemeinderat konnte die Liste „Grüne und Unabhängige“ erreichen/unterstützen, dass
Natürlich gelang nicht alles:
Parallel engagierten sich viele Bürger ab Ende der 90er in der „lokalen Agenda 21 – zukunftsfähiges Würmtal“. Hier wurde erstmals ein Leitbild entwickelt, wie sich die Würmtal-Gemeinden bei den Themen Siedlung, Mobilität, Energie und Soziales positionieren sollten, um den kommenden Generationen noch Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten offen zu halten.
Ganz entgegen der dort vereinbarten Maximen sollte um das Jahr 2000 auf Betreiben des Bayr. Wirtschaftsministers Otto Wiesheu und der Planegger Bürgermeisterin Ulrike Höfer für Biotechnologiebetriebe südlich der Max-Planck-Institute ein 20ha/200.000 m² großes Gewerbegebiet entstehen (hier Spiegel-Artikel dazu). Da dieser Wald dort aber Regionaler Grünzug, Landschaftsschutzgebiet und Bannwald zugleich war, erhob sich wirkungsvoller Protest. Koordiniert durch die Bürgerinitiative (BI) „Pro Bannwald“ mit Herbert Stepp und Anneliese Bradel an der Spitze. Mit Hilfe der Martinsrieder Bevölkerung kam es schließlich zur Aufgabe des Projektes, sicherlich begünstigt durch eine wirtschaftliche Flaute.
Aus der BI „Pro Bannwald“ und der „lokalen Agenda 21“ formierten sich bei der folgenden Kommunalwahl etliche
unabhängige Kandidaten zu einem gemeinsamen Wahlvorschlag . Mit den „Bündnis 90/Grünen“ und der „ödp“ bildeten sie die Grüne Gruppe 21 und mischten fortan kräftig in der Gemeindepolitik mit:
2002 mit 2 Sitzen, 2008 mit 3 Sitzen, 2014 mit 4 Sitzen, ab 2020 mit 2 Sitzen vertrat die grüne Gruppe 21 die Belange der Nachhaltigkeit im Planegger Gemeinderat. 2017 hatte sich ein Ortsverband
der Bündnis-Grünen gebildet und bei der Wahl 2020 4 Sitze gewonnen. Ärgerlich: die Gründung dieses Ortsverbands wurde mit der grünen Gruppe 21 nicht abgesprochen (Details hier)
Aber nun zu den Erfolgen und Misserfolgen aus der Zeit seit 2002:
U-Bahn:
Nachdem das o.g. Junktim (Baurecht gegen U-Bahn) bereits aufgegeben worden war und damit kein Druck mehr seitens Freistaat bestand, dieses teure Projekt zu forcieren, mussten wir dasThema von vorne starten. Schnell war uns klar, dass die Initiative von der Gemeinde ausgehen muss, nicht vom Landratsamt oder Freistaat, obwohl diese am Ende den Mammutanteil der Kosten tragen. Noch in 2002 reichten wir einen entsprechenden Antrag im Rathaus ein, die Planungen wieder aufzunehmen. Allerdings mit der Bitte, ihn erst zu behandeln, wenn er auch mehrheitsfähig ist. Dies konnte erst 2005 riskiert werden, so zögerlich waren Verwaltung und Gemeinderatskollegen. (Hier der ursprüngliche Antrag und ein Zeitungsbericht)
Bürgergutachten:
Neu im Gemeinderat dachten Herbert Stepp und Anneliese Bradel, dass allgemeiner Konsens darüber bestünde, dass Planegg seine Einwohnerentwicklung für weitgehend
abgeschlossen hält. Über die Jahre mussten wir leider das Gegenteil erfahren: Vor allem weiteres Gewerbe, aber auch neue Wohngebiete schwebten vielen Gemeinderatskollegen vor. Aus der Agenda
21-Zeit und mit Blick auf die Ortskarte wussten wir aber, dass das nicht lange gutgehen kann, wenn man nicht in landesplanerisch geschützte Grünflächen eingreifen will.
Wir wollten jedenfalls nicht dank Bebauung zwischen den Ortsgrenzen mit München zusammenwachsen, sondern Vorort bleiben. Nicht die Frischluftzufuhr für uns und auch
für München zubauen. Das Leitbild der „lokalen Agenda 21“ wurde nicht - ernst genommen, waren ja lauter „Grüne“, die da aktiv waren, das sei nicht repräsentativ. Wieder dauerte es viele Jahre…
Erst unter Bürgermeisterin Annemarie Detsch, selbst in der „lokalen Agenda 21“ aktiv gewesen, wurde ein entsprechender Prozess angestoßen. 2015
schließlich war dieser mit der 4-tägigen Bürgerwerkstatt und der Erstellung eines 50-seitigen Dokuments (hier, 7 MB) abgeschlossen. 55 repräsentativ
ausgewählte Bürger*innen aus beiden Ortsteilen haben eine Schrift verfasst, die sich fast wie das Programm der „Grünen Gruppe 21“ liest. Das hat uns in unserer Arbeit sehr bestärkt.
Leider sah das lange Zeit eine Mehrheit im Rat doch etwas anders und hat das Leitbild der Bürgerschaft deutlich aufzuweichen versucht, was leider trotz unserer
Interventionen auch teilweise gelang. Im anschließenden Prozess der Aktualisierung des Flächennutzungsplanes kam es dann zu gewaltigen weiteren Verschiebungen. Es sollten entgegen des
Bürgergutachtens z.B. große Neubaugebiete in wertvollen Freiflächen im Grund entstehen, Gewerbeflächen erweitert werden usw. Die für uns gröbsten Verstöße gegen den Wunsch der repräsentativen
Bürgermeinung konnten wir Gott sei Dank weitgehend wieder gerade rücken.
Ortsmittenplanung Martinsried:
Im April 2003 stellten wir den Antrag, einen schon Ende der 90er Jahre begonnenen Planungsprozess wieder
aufzunehmen (hier). Wir wollten Martinsried nicht in
einem weiterhin ungeordneten Strudel widerstreitender Bedürfnisse durch Gewerbe, Universität und Bürger untergehen lassen. Wir wollten wenigstens retten, was noch zu retten war, d.h. einen
gewissen neuen Ortskern herausbilden, den alteingesessenen Bürgern ein gedeihliches Miteinander mit Wissenschaftlern, Studenten und Angestellten in den zahlreichen Gewerbebetrieben ermöglichen.
Es gilt, die U-Bahn vernünftig in ein ÖPNV-Netz einzubinden, so dass die Verkehrsbelastung abnimmt und nicht immer weiter zunimmt. Auch das hat viele Jahre gedauert.
Zunächst wurde ein „Lenkungskreis“ mit der Bürgerschaft gebildet, dessen Hauptergebnis ziemlich identisch mit unserem Antrag war, nämlich
Fachbüros zu beauftragen, in einem Bürgerbeteiligungsprozess eine Planung zu entwickeln. Das hätte man alles viel früher und einfacher haben können, aber so ist es nun mal in der Kommunalpolitik
und vor allem dann, wenn man allein keine Mehrheit hat.
Mit dem Planungsprozess selber waren wir sehr zufrieden. Mit dem Ergebnis nicht so ganz. Die Bebauung in der Ortsmitte erschien uns zu massiv, der Platz zu eng gefasst, die Gebäudehöhe zu hoch.
Wir haben deshalb ein Minderheitenvotum in den Masterplan verankert.
Gewerbegebietserweiterung Steinkirchen:
Einer unserer wenigen Misserfolge. Zunächst hieß es, nur der Baustoffhandel (Hausner und Genth), bis dato zwischen Würm und Pasinger Str. mit Sondergenehmigung
angesiedelt, muss eine neue Bleibe bekommen. Die Genehmigung dort könne nicht weiter verlängert werden. Das würde nur ein eingeschossiges Gebäude und dafür wird das Würmufer langfristig von jeder
Bebauung befreit. So das Versprechen.
„Einzig“ zu diesem Zweck kaufte die Verwaltung mit dem Einverständnis unserer Gemeinderatskolleg*innen die ganze Wiese zwischen Semmelweisstraße und
Gräfelfing. „Bei so einem hohen Kaufpreis müssen wir dann natürlich den Streifen Gewerbegebiet bis ans Ende der Semmelweisstraße verlängern“. Soweit zum Versprechen der Verwaltung unter Bgm
Friedmann, nur den kleinen Baustoffhandel zu verlagern.
Bis dahin wurde das Ganze nichtöffentlich vorangetrieben. 20xx lehnten wir deswegen die Aufstellung des Haushalts ab! Die Presse hatte dann die Gründe dieses damals noch sehr ungewöhnlichen
Schritts einer Fraktion aufgedeckt. Aber verhindern konnten wir die Gewerbegebietserweiterung auf einem 1/3 des Feldes leider nicht.
Wie Sie wissen, kam dann alles ganz anders: der Baustoffhandel ging Pleite, den Umzug hätte er sich gar nicht leisten können. Weil der Baulandpreis so hoch war, wollte man nicht nur
eingeschossiges Baurecht ausweisen. Jetzt steht ein Streifen weißer 5-geschossiger „Pracht-Gewerbebauten“ fast direkt an der Würmkante. Keine Ortsrandeingrünung mehr und das Steinkirchner
Kircherl ist kaum mehr wahrzunehmen. Das Würmufer ist entgegen der Versprechungen nicht frei, die Fläche des ehemaligen Baustoffhandels wieder anderweitig gewerblich genutzt. Der Bebauungsplan
ist eingesackt, im neuen Flächennutzungsplan sind sogar Gebäude an der Würm vorgesehen.
Das Positive an der Misere ist, dass ein gewisses Gewerbesteueraufkommen erwirtschaftet wird und sich die „Stoawiesn“, offenbar prächtig entwickelt (bitte die Hunde nicht frei laufen lassen).
Aber auch dies hat einen schalen Nachgeschmack, denn es ist eine sogenannte Ausgleichsfläche. Versiegelt/bebaut man Grünflächen, muss man woanders neue Grünflächen schaffen, bestehende aufwerten
oder, wie in diesem Fall, kann man der Gemeinde den Ausgleich „abkaufen“, quasi die Kosten für die Aufwertung bezahlen.
Denn durch die Höherwertigkeit können 100 m² „Stoawiesn“ für bis zu 400 m² Bauland als Ausgleich herhalten. www.lfu.bayern.de/umweltkommunal/ausgleichsflaechen_oekokonto. Zuletzt beanspruchte der
Bau des Busbahnhofs über der U-Bahn-Haltestelle einen größeren Teil dieser Ökokontofläche.
Die Gemeinde macht ein Geschäft, der Bauherr auch. Nur die Natur, die verliert - mal wieder.
St 2063 neu:
Nach unserem jahrzehntelangen Kampf gegen das Straßenbauamt ist die große Lösung, eine durchgehende Verbindung von der Lindauer Autobahn bis zur Münchner Straße (und dann evtl. weiter bis zur Garmischer als Autobahnring light) als überörtliche Staatsstraße 2063neu endlich vom Tisch.
Völlig überraschend hat sich im Planegger Gemeinderat nach 2020 die Haltung zur Umfahrung Martinsried ins Gegenteil verkehrt und es ist keine Mehrheit mehr für irgendeine - auch kleine - Lösung erkennbar.
2019 hatten wir noch formuliert: "Allerdings ist die Gemeinde Gräfelfing nicht davon abzubringen, ihren Teil der Trasse als „Entlastungsstraße“ mit Autobahnanschluss selbst zu bauen. Damit bleibt uns Planeggern nichts anderes übrig, als die dringend benötigte, gemeindliche Ortsumfahrung Martinsried nicht an die Würmtalstraße anzuschließen. Sonst droht uns massiver überörtlicher Mehr-Verkehr und eine Umlagerung des Verkehrs von der Pasingerstraße auf die Umfahrung und Münchnerstraße. Wobei es auf Teilstücken der Pasinger Straße nicht mal zu einer Entlastung käme. Damit ist dann in Planegg niemand gedient, nicht mal den Anwohnern der Röntgenstraße. Dort würden dann zwar nur mehr 1500 statt 8000 KfZ fahren, dafür aber 18.000 Fahrzeuge auf der Umfahrung hinter den Garagen, vor allem LKW auch nachts – und nicht mit 30 km/h! Es bleibt eine vertrackte Situation, weil selbst die Teilumfahrung Süd parallel zur Röntgenstraße eine deutliche Verkehrsmehrung auf der Münchner Straße auslöst. Aber das erscheint uns für die große Entlastung der Röntgenstraßler vertretbar. Eine Fortführung bis zur Lena-Christ-Straße Höhe AEZ entlastet zwar einen Teil der Lochhamer Str. Nord, erzeugt aber Begehrlichkeiten, die Trasse doch das kleine Stück bis zur Würmtalstraße weiterzuführen. Gräfelfing wäre dann wunschgemäß entlastet, die Martinsrieder – Nord wie Süd - die Dummen. Am Ende werden wir drauf vertrauen müssen, dass in 20 Jahren zumindest keine lärmenden und stinkenden KfZ mehr auf unseren Straßen fahren werden, weil sich das klimatechnisch einfach verbietet. Bis dahin haben wir zumindest Beschlüsse erwirkt, die den Anwohnern der Röntgenstraße für die Umfahrung deutlich mehr Lärmschutz garantieren, als gesetzlich ausreichend wäre und auch für das Naherholungsgebiet westlich der Trasse einen gewissen Lärm- und Sichtschutz durch einen Wall vorsieht (hier)."
Auch aus Gräfelfing hört man relativ wenig über eine Wiederaufnahme der Planungen zu einer "Entlastungsstraße". Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es wird spannend, ob das Thema nach der Wahl 2026 wieder hochkocht.
Wohngebiete im Grund und am Friedhof:
Der Wohnungsdruck im Großraum München ist enorm und treibt Mieten und Immobilienpreise in Rekordhöhen. Ist es aber eine gute Idee, einfach neue Wohngebiete auszuweisen? Die Planegger CSU dachte das 2015 und legte weit ausgearbeitete Konzepte für Geschoßwohnungsbau südlich der Adolf-Butenandt-Straße neben dem Friedhof und kleinere Häuser zwischen Pasinger Straße und „im Grund“ vor.
Das hätte Wohnraum für ca. 1000 Personen bedeutet, einem 10%igen Einwohner-Zuwachs binnen einiger Jahre. Wir wussten aber schon damals, dass sich damit die Wohnungsnot nicht lindern lässt, sondern nur Investoren reich macht.
Unter Hinweis auf das damals in den Startlöchern befindliche Bürgergutachten (siehe oben) haben wir zusammen mit der SPD-Fraktion das Vorhaben abgelehnt, bis Klarheit herrscht, welche Siedlungsentwicklung seitens der Planegger Bürger*innen denn eigentlich gewollt ist. Das Ergebnis war: 0,5% jährliches Wachstum. Das ergibt sich schon durch die ganz normale Nachverdichtung in den bestehenden Wohngebieten.
Die Freien Wähler haben trotzdem 2018, zunächst mit Zustimmung der SPD und der FDP(!), für den Flächennutzungsplan ein neues Wohngebiet bei „Im Grund“
vorgeschlagen. Durch einen Antrag der FW/Dynamische wurde diese Fläche nochmal verdoppelt!
Es hat uns sehr viel Überzeugungskraft gekostet, hier wieder, überraschender Weise nun unterstützt durch die FDP eine Mehrheit gegen dieses Vorhaben zu erwirken.
Wer sich wundert, warum wir gegen diesen Wohnungsbau sind, möge sich bitte die fundierte Ausarbeitung zu Gewerbe und Wohnen (hier) von Herbert Stepp ansehen. Natürlich will die grüne Gruppe 21, wie alle anderen Gemeindepolitiker, günstigen Wohnraum schaffen. Aber das geht eben nicht mit dem einfachen Ausweisen von Wohngebieten, auch nicht mit SoBoN (soziale Bodennutzung), denn 2/3 des neuen Wohnraums bleiben extrem teuer und lösen große Probleme mit der Infrastruktur aus. (Noch mehr Verkehr innerorts, fehlende Verwaltungskapazitäten, Schul- und Kindergartenplätze usw. )
Günstigen Wohnraum schaffen wir nur, wenn die Gemeinde selbst auf eigenem Grund baut, bzw. die Baugesellschaft München-Land bauen lässt und dauerhaft günstig an
Personen und Familien vermietet, die tatsächlich Bedarf haben. Leider sind gemeindeeigene Flächen „Mangelware“. Dennoch: Gemeindlicher Wohnungsbau geschieht bereits an der Hofmarkstraße und an
der Münchner Straße. Und wird am Bahnhof hoffentlich so weiter gehen. Erste Pläne für günstiges Wohnen Bahnhof Süd lagen schon 2019 vor.
Diese Vorhaben unterstützen wir, das Ausweisen freifinanzierter neuer Wohngebiete nicht!
Gewerbegebietserweiterung Steinkirchen 2 (Verlängerung nach Osten):
Einer unserer großen Erfolge. 2020, kurz nach der letzten Wahl, suchten zwei der großen Firmen in Steinkirchen eine Erweiterungsmöglichkeit. Aus dem Rathaus hieß es, es gäbe keine andere Möglichkeit, als das Gewerbegebiet nach Osten zu verlängern. Die Verfügbarkeit der großen Freifläche mit Baurecht südlich des Lidl-Markts hatte man aber nicht überprüft. Aktueller Stand: die eine Firma kann da hinein erweitern, die andere hat keinen aktuellen Bedarf (mehr).
In einer der ersten Sitzungen des Gemeinderats in 2020 kam es zu einem Eklat. Das Rathaus unter dem neuen Bürgermeister Nafziger hatte die Aufstellung eines Bebauungsplans mit Änderung des Flächennutzungsplanes zugunsten der Gewerbegebietserweiterung zur eiligsten Chefsache erklärt. Es wurde versichert, dass im Vorfeld alle Optionen, in bestehenden Gewerbegebietsflächen die Wünsche der Unternehmen auf Erweiterung unterzubringen "auf Herz und Nieren" geprüft worden wären und sich leider keine Option ergeben hätte. Wir hatten mehrmals nach der großen Freifläche südlich des Lidl-Marktes gefragt, aber nur die pauschale Antwort erhalten, sie stünde nicht zur Verfügung. Wann, durch wen und mit welchem konkreten Ergebnis (Ablehnungsgrund) entsprechende Anfragen an den Grundeigner gegangen wären wurde nicht beantwortet. Nur Stunden vor der Gemeinderatssitzung erhielten wir vom Grundeigner die verwertbare Aussage, dass eine aktuelle Anfrage der Gemeinde nicht eingegangen sei und man durchaus bereit sei, die Fläche zu veräußern. Mit dieser Aussage in der Sitzung konfontiert kam es nicht etwa zu einer Entschuldigung durch den Bürgermeister, sondern zu einer Unterbrechung der Sitzung, eines nichtöffentlichen Einschubs und anschließender Diffamierung der beiden neuen Gemeinderätinnen der grünen Gruppe 21.
Planegg ist Fairtrade-Gemeinde:
Im September 2024 war es endlich soweit: nach Initiative durch Eva Schreier und langer Vorarbeit durch eine "Steuerungsgruppe",
der auch Roman Brugger (SPD) und Stefan Hallinger angehörten, wurde der Gemeinde Planegg das Siegel "Fairtrade-Gemeinde" offiziell verliehen. Planegg ist die 895ste Fairtrade-Gemeinde in
Deutschland, die 263ste in Bayern.
Die Auszeichnung Fairtrade-Gemeinde bedeutet, dass Gemeindeverwaltung, Gewerbe und Bürger gemeinsam den fairen Handel fördern. Die Verwaltung verpflichtet sich zu fairem Einkauf, die Gewerbebetriebe bieten Fairtrade-Produkte an, und die Bürger werden für nachhaltigen Konsum sensibilisiert. Bürger profitieren durch ein breiteres Angebot an fair gehandelten Waren und durch Aktionen, die Bewusstsein für globale Gerechtigkeit schaffen. Schulen, Vereine und Initiativen können sich beteiligen und so den Gedanken „global denken, lokal handeln“ praktisch umsetzen. Das FLG ist bereits seit November 2023 "Fairtrade-Schule".
Herbert Stepp, letztes update 1.12.2026
